Herzlich Willkommen bei der Johanneskirche Hoyerswerda



Fragen und Antworten

 

Kircheneintritt

 

Vorabinformationen

Durch die Taufe wird man Mitglied der Kirche. Die Taufe ist uns heilig, sie ist der Bund Gottes mit uns Menschen. Sie ist an kein bestimmtes Alter gebunden. In Deutschland ist man ab 14 Jahren religionsmündig, d. h. man kann ab da über seinen Glauben selbst entscheiden.

Beim Kircheneintritt unterscheidet man zwischen der Aufnahme durch die Taufe, dem Übertritt und dem Wiedereintritt. Durch die Taufe wird eine Person in die Kirche aufgenommen, die bisher keiner anderen christlichen Kirche angehört hat und deshalb nicht getauft ist. Gehört eine Person vorher einer anderen christlichen Kirche an, spricht man von Übertritt. Wiedereintritt schließlich meint den erneuten Eintritt einer Person, die bereits Mitglied der evangelischen Kirche war aber aus der Kirche ausgetreten ist.

 

Wie kann ich in die evangelische Kirche eintreten?

Rufen Sie uns an, um einen Gesprächstermin mit unserem Pfarrer auszumachen. In dem Gespräch können Ihre Fragen am besten beantwortet werden. Wenn Sie aus der evangelischen Kirche ausgetreten sind und wieder eintreten möchten, können Sie sich neben Ihrem Ortspfarrer auch an jeden anderen Pfarrer der Landeskirche wenden.

 

Welche Bedingungen werden von mir bei einem Eintritt in die Kirche verlangt?

Sie sollten die grundlegenden Inhalte des evangelischen Glaubens kennen. Dazu bieten wir zwei bis dreimal jährlich einen Glaubenskurs an, bei dem wir in einer meist kleineren Gruppe über den Glauben ins Gespräch kommen. Die Kurse stehen nicht nur Menschen, die in die Kirche eintreten möchten, sondern allen Interessierten, offen. Meist werden bei einem ersten gemeinsamen Termin die weiteren Termine ausgemacht. Wurden Sie bereits als Kind getauft, aber nicht mehr konfirmiert, kann der Kurs mit der Konfirmation (Zulassung zum Abendmahl) abschließen.

 

Ist der Eintritt in die Kirche mit einer Feier im Gottesdienst verbunden?

Ja, aber nur, wenn dies für Sie ein Ausdruck der Freude sein kann. Empfinden sie eine solche öffentliche Feier dagegen als unangenehm, kann an ihre Stelle eine kleine feierliche Einführung im Anschluss an den Gottesdienst treten. Schöner ist allerdings die Taufe im Gottesdienst. Die Taufe von Kindern unter 14 Jahren findet immer im Gottesdienst statt. Sie können Ihre neue Kirchenmitgliedschaft auch dadurch zum Ausdruck bringen, dass sie am Abendmahl teilnehmen.

 

Ich gehöre einer anderen Kirche oder Religionsgemeinschaft an. Muss ich austreten, bevor ich in die evangelische Kirche eintreten kann?

Ja, denn eine Doppelmitgliedschaft sollte es nicht geben. Ihren Austritt erklären Sie auf dem Standesamt. Wenn Sie bisher der katholischen Kirche oder der israelitischen Religionsgemeinschaft angehören, müssen Sie Ihren Austritt nachweisen können, bevor Sie in die evangelische Kirche eintreten.

 

 

Fragen zum Wiedereintritt

 

Werde ich noch einmal getauft?

Die Taufe ist einmalig. Sie wird grundsätzlich von allen Kirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gegenseitig anerkannt. Darum werden Sie bei einem Kircheneintritt nicht noch einmal getauft, auch dann nicht, wenn Sie früher einer anderen anerkannten christlichen Gemeinschaft angehört haben.

 

Muss ich mich prüfen lassen, wenn ich wieder in die Kirche eintrete?

Eine Prüfung gibt es nicht. Auch die Teilnahme an einem Glaubenskurs ist beim Wiedereintritt nicht erforderlich. Lediglich ein Gespräch mit dem Pfarrer sowie die Teilnahme an einem Gottesdienst mit Teilnahme am Abendmahl sind erforderlich. Sie sollten sich allerdings selbst prüfen, wie ernst es Ihnen mit der Kirche ist. Sie setzen Ihre Unterschrift nicht unter ein Zeitschriftenabonnement, sondern treffen eine wichtige Entscheidung.

 

Werde ich der Gemeinde vorgestellt?

Nicht ausdrücklich. Wenn Sie es gerne möchten, kann in einem Gottesdienst Ihr Eintritt bekannt gemacht werden.

 

Was habe ich von der Mitgliedschaft in der Kirche?

Die Kirche ist eine große Gemeinschaft. In ihr tauschen sich die Menschen über ihren Glauben aus und bekommen dadurch neue Anregungen für die großen Fragen nach Ursprung, Sinn und Ziel des Lebens. Darüber hinaus erwerben Sie mit der Kirchenmitgliedschaft verschiedene Rechte, z. B. das Recht, ein Patenamt zu übernehmen, kirchliche Dienste in Anspruch zu nehmen (z. B. die kirchliche Trauung, das kirchliche Begräbnis) und an vielen Angeboten Ihrer Kirchengemeinde teilzunehmen. Sie haben zudem das Recht, an den alle sechs Jahre stattfindenden Wahlen zum Leitungsgremium teilzunehmen, selbst zu wählen oder sich in ein kirchliches Amt wählen zu lassen.

 

Welche Unterlagen werden benötigt?

Sofern Sie dem Pfarrer nicht persönlich bekannt sind, sollten Sie Ihren Personalausweis dabei haben. Außerdem werden bei einem Wiedereintritt die Daten über den Kirchenaustritt (Austrittsbescheinigung) und möglichst auch die Taufurkunde benötigt.

 

Was kostet mich der Eintritt?

Der Eintritt in die evangelische Kirche ist, im Unterschied zum Austritt bei den staatlichen Stellen, kostenlos.

 

Was kostet mich die Mitgliedschaft?

Es gibt viele Kirchenmitglieder, die gar keine Kirchensteuer zahlen (z.B. Jugendliche, Studierende, Arbeitslose, Rentner). In der Regel müssen 9 Prozent der Lohn- oder Einkommenssteuer bezahlt werden. Dies gilt ab einem Bruttoeinkommen von 899,99 € für Ledige, 1.703,99 € für Verheiratete und 2.258,99 € für Verheiratete mit einem Kind. Wer 2.500 € brutto im Monat verdient und verheiratet ist, zahlt nur 12,69 € Kirchensteuer monatlich. Die Kirchensteuer kann als Sonderausgabe von der Einkommenssteuer abgesetzt werden. So verringert sich Ihre Steuerschuld. Die Kirche ist dankbar, dass ihre Mitglieder die kirchliche Arbeit mit Spenden und Kollekten und vor allem mit der Kirchensteuer unterstützen. Falls Sie eine Lohnsteuerkarte haben: Bitte lassen Sie Ihre Kirchenzugehörigkeit nach Ihrem Wiedereintritt eintragen.

In unserer Gemeinde zahlen die meisten Gemeindeglieder außerdem freiwillig ein Ortskirchgeld, das zwischen 6 - 30 € jährlich liegt.

 

Was hat der Staat mit der Kirchensteuer zu tun?

Der Staat zieht die Kirchensteuer mit der Lohnsteuer ein. Für diese Dienstleistung zahlt die Kirche an den Staat eine Gebühr. Ein eigenes kirchliches System wäre erheblich teurer.

 



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